Handelsarten Binärer Optionen

Würfel

Handelsarten Binärer Optionen

Würfel

Optionen sind zwar von den bekannten Optionen abgeleitet und wirken auf den ersten Blick leicht verständlich, inzwischen hat sich die Vielfalt unter den Handelsarten jedoch deutlich weiterentwickelt. Tradern stehen nun zahlreiche Möglichkeiten offen, die es zudem auch ermöglichen, Seitwärtsbewegungen profitabel ausnutzen zu können. Dabei bleibt das Trading jedoch leicht zu verstehen.

Der Trader muss neben dem richtigen Einstiegszeitpunkt nur fünf Entscheidungen treffen, um Optionen zu handeln:

  • Handelsart
  • Basiswert
  • Einsatz und Risikoabsicherung
  • Laufzeit
  • Richtung

Dabei entscheidet häufig die Handelsart darüber, ob die Option im Geld schließt oder nicht. Die Begrifflichkeiten sind nicht bei allen Optionen Brokern gleich, grundsätzlich werden jedoch die folgenden Handelsarten unterschieden:

Call-Put-Handel

Im Rahmen von Optionen ist diese Handelsart am bekanntesten. Der Trader muss hier nichts anderes tun, als eine Prognose zu treffen, wie sich der Kurs zum Laufzeitende entwickelt haben wird.

  • Geht er davon aus, dass der Kurs bis dahin gestiegen sein wird, wählt er – die Begriffe unterscheiden sich häufig – Call, High, Hoch, Höher oder Up.
  • Geht er davon aus, dass der Kurs bis dahin gefallen sein wird, wählt er Put, Down, Abwärts, Niedriger oder Low.

Nun muss er nichts weiter tun, als darauf zu warten, dass die Laufzeit beendet ist. Der Schlusskurs entscheidet dann darüber, ob die Position im Geld liegt oder nicht. Das ist dann der Fall, wenn der Kurs sich so entwickelt hat, wie der Trader vorausgesagt hat. Dabei entscheidend ist ausschließlich das Verhältnis der Kurse von Eröffnungszeitpunkt und Laufzeitende. Die Bewegung zwischen diesen beiden Zeitpunkten spielt hingegen keine Rolle.

iq option Handel GBP

Abb. Call- und Put- Optionen bei IQ Option handeln

Call-Put-Optionen sind leicht verständliche Optionen, die jeder Trader von Optionen kennen sollte.

Turbo-Optionen

Turbo-Optionen weisen so gut wie immer die gleiche Funktionsweise wie Turbo-Optionen auf, bieten dabei jedoch wesentlich kurzfristigere Laufzeiten. Dadurch steigt allerdings auch das Risiko, weil Kursverläufe schlechter eingeschätzt werden können.

Je nach Anbieter ist eine Auswahl aus folgenden Laufzeiten möglich:

  • 15 Sekunden
  • 30 Sekunden
  • 45 Sekunden
  • 60 Sekunden
  • 90 Sekunden
  • Zwei Minuten
  • Fünf Minuten

BancdeBinary Turbo Optionen

Abb. Turbo-Optionen bei Banc de Binary handeln

Turbooptionen ermöglichen einen noch kurzfristigeren Handel und erhöhen das Risiko.

Pair-Option

Bei Pair- oder Paar-Optionen setzen Trader nicht nur auf einen Kursverlauf, sondern gleich auf zwei. Bei Pair-Optionen müssen sich Händler nämlich entscheiden, welchem Basiswert sie eine bessere Entwicklung zutrauen. Dazu werden vom Broker zwei Underlyings vorgegeben, bei denen die Kursentwicklung häufig stark korreliert, weil sie dem gleichen Markt oder der gleichen Branche entstammen. Beispiele wären hier Gold und Silber oder die Aktien von Facebook und Google.

BDSwiss Paare

Abb. Paitrading bei BDSwiss

Pair-Optionen ermöglichen es, gewinnbringend Aussagen darüber zu treffen, wie sich das Verhältnis zweier Basiswerte zueinander entwickeln wird.

One-Touch-Option

Bei One-Touch-Optionen muss sich der Trader entscheiden, ob er denkt, dass der Kurs des Basiswertes innerhalb der Laufzeit die Grenze touchiert, die der Broker unter diesen Bedingungen vorgibt. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, wann der binäre Broker die Option als „im Geld“ wertet:

Touchiert der Kurs die Grenze, hat der Trader gewonnen und der Kursverlauf über die restliche Laufzeit hat keine Bedeutung mehr.
Touchiert der Kurs die Grenze mehrfach, hat der Trader verloren.

Die Broker gehen also teilweise sehr unterschiedlich mit dieser Option um und Trader müssen sich im Vorfeld informieren.
Bei einigen Brokern gibt es zudem die Variante „Double-Touch“, bei der in der Regel zwei Grenzen touchiert werden müssen.

Bei One-Touch-Optionen spekuliert der Trader auf Kursausbrüche.

No-Touch-Option

No-Touch-Optionen bilden das Gegenstück der One-Touch-Optionen. Trader gewinnen dann, wenn der Kurs eine bestimmte Grenze nicht touchiert.

No-Touch-Optionen eignen sich hervorragend für Seitwärtsbewegungen.

Above-Below-Optionen

Above-Below-Optionen ähneln den Call-Put-Optionen, weisen dabei jedoch eine Besonderheit auf: Der Trader muss sich nicht nur entscheiden, in welche Richtung sich der Kurs entwickelt, sondern auch, ob er dabei ein vom Broker festgelegtes Niveau über- oder unterschreitet. Nur dann endet die Position im Geld. Dementsprechend sind diese Optionen deutlich riskanter als Call-Put-Optionen, werden bei Erfolg jedoch auch besser vergütet.

24option above below

Abb. Above/Below bei 24option handeln

Above-Below-Optionen erfordern für erfolgreiche Trades größere Kursbewegungen und bieten eine höhere Rendite.

Range-Optionen

Range-Optionen sind hervorragend dazu geeignet, um Seitwärtsbewegungen zu nutzen. Im Rahmen der Range-Optionen stellt der Broker einen gewissen Preisbereich – die Range – in der sich der Kurs aufhalten darf.

OptionFair Range

Abb. Range Optionen bei OptionFair handeln

Der Bereich wird auch als Korridor bezeichnet. Dabei gibt es hinsichtlich der Rendite zwei Möglichkeiten:

Single-Range Option

Bei Single-Range-Optionen erhält der Trader für den Zeitraum, in dem sich der Kurs innerhalb der Range bewegt hat, Gewinne. Für die Zeit außerhalb der Range wird hingegen der entsprechende Anteil von der Maximalrendite abgezogen.

K.O-Range Option

Befindet sich der Kurs außerhalb der festgelegten Preisspanne, verliert der Trader seinen Einsatz. Es gibt hierbei allerdings ebenfalls Variationen unter den Brokern. Manche werten nur das Laufzeitende, andere erlauben Kursausbrüche während der gesamten Laufzeit nicht.

Range-Optionen eignen sich für Märkte in Seitwärtsbewegungen. Die Unterschiede bei den Brokern müssen beachtetet werden.

Ladder-Optionen

Bei Ladder-Optionen handelt es sich prinzipiell um viele mehrfach hintereinander abgeschlossene Optionen, die in der Regel den klassischen Call-Put-Optionen zugerechnet werden können. Endet die erste Position im Geld, eröffnet der Optionen Broker automatisch den nächsten Trade und so weiter. Tritt ein Verlusttrade auf, werden keine weiteren Positionen eröffnet.

Leiter-Optionen sind besonders gut dafür geeignet, Trends ausnutzen zu können. Die automatische Eröffnung spart Zeit bei Kontrolle der vergangenen Trades und der Kontrolle der alten und ermöglicht es so, gerade kurzfristige Turbo-Optionen optimal nutzen zu können.

BDSwiss Ladder

Abb. Ladder Optionen bei BDSwiss

Ladder-Optionen sind eine Kette von einzelnen Optionen, die direkt hintereinander laufen und so die Ausnutzung von Trends ermöglichen.

High Yield-Optionen

High Yield-Optionen sind Optionen mit besonders hohem Risiko, bei der die Rendite mehrere Hundert Prozent betragen kann. Sie werden in verschiedenen Varianten angeboten. In der Regel wird das Risiko entweder durch eine besonders lange Laufzeit erhöht, beispielsweise weil die Option übers Wochenende offen ist, oder die Bedingungen, damit die Position im Geld endet, so strikt sind, dass sie nur unter besonderen Umständen erfüllt werden können.

High Yield-Optionen sind besonders riskant, bieten im Erfolgsfall jedoch enorme Gewinne.

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