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Hyperliquid Kurs: Inverse Cup-and-Handle Formation signalisiert Abwärtsrisiko

Hyperliquid (HYPE) steht vor einer kritischen Entscheidung: Eine inverse Cup-and-Handle-Formation signalisiert 22% Abwärtsrisiko, während Kapitalabflüsse und negative Divergenzen die technische Schwäche unterstreichen.

Der Kurs von Hyperliquid (HYPE) steht bei 35,60 US-Dollar vor einer entscheidenden Weichenstellung. Trotz eines Monatsplus von 13 Prozent zeigen sich technische Warnsignale: Eine inverse Cup-and-Handle-Formation deutet auf mögliche Kursverluste von bis zu 22 Prozent hin, während gleichzeitig Kapitalabflüsse die Schwäche des Tokens unterstreichen. Die dezentralisierte Derivate-Plattform, die sich als führender Anbieter für perpetuelle Swaps positioniert hat, steht damit vor einer kritischen Phase ihrer Kursentwicklung.

Inverse Cup-and-Handle-Formation als bärisches Signal

Seit dem 10. März entwickelt sich im 8-Stunden-Chart eine klassische umgekehrte Tassenformation. Diese bärische Umkehrstruktur gilt als technisch valide, solange der Kurs unter 40,30 US-Dollar bleibt. Die aktuelle Erholung bewegt sich in einem engen Aufwärtskanal und bildet den typischen “Henkel” des Musters. Ein Bruch unter die Nackenlinie bei 34,13 US-Dollar würde das rechnerische Kursziel von etwa 26,81 US-Dollar aktivieren.

Die inverse Cup-and-Handle-Formation entsteht typischerweise nach einem vorangegangenen Aufwärtstrend und signalisiert eine bevorstehende Trendumkehr. Bei Hyperliquid zeigt sich diese Formation nach dem starken Anstieg von den Jahrestiefs. Das Muster zeichnet sich durch eine abgerundete Spitze (die umgekehrte Tasse) gefolgt von einer kleineren Korrektur (dem Henkel) aus. Die Formation gilt als besonders zuverlässig, wenn sie von hohem Handelsvolumen begleitet wird, was bei HYPE derzeit der Fall ist.

Chaikin Money Flow bestätigt institutionelle Verkäufe

Der Chaikin Money Flow (CMF) verstärkt die bärische Interpretation. Während der HYPE-Kurs seit Ende Februar anstieg, fiel der Indikator kontinuierlich auf -0,06. Diese negative Divergenz signalisiert, dass institutionelle Marktteilnehmer ihre Bestände reduzierten, obwohl die Preise stiegen. Steigende Kurse ohne begleitende Kapitalzuflüsse gelten als strukturell schwach und deuten auf eine nicht nachhaltige Rallye hin.

Der CMF-Indikator misst das Verhältnis zwischen Kauf- und Verkaufsdruck über einen bestimmten Zeitraum. Werte unter null deuten auf Verkaufsdruck hin, während positive Werte Kaufinteresse signalisieren. Die anhaltend negativen CMF-Werte bei steigenden Kursen sind ein klassisches Warnsignal für eine bevorstehende Korrektur. Diese Divergenz tritt oft auf, wenn kleinere Marktteilnehmer kaufen, während große Investoren ihre Positionen reduzieren.

On-Chain-Daten zeigen massive Kapitalabflüsse

Die fundamentalen Daten untermauern die technische Schwäche. Die in USDC gebundenen Vermögenswerte auf Arbitrum sanken von 4,02 Milliarden US-Dollar im September 2024 auf nur noch 1,85 Milliarden US-Dollar Ende März – ein dramatischer Rückgang von 54 Prozent. Gleichzeitig bleiben die USDC-Nettoflüsse negativ, was anhaltende Kapitalabzüge bestätigt. Diese Entwicklung ist besonders problematisch für eine Plattform, die auf gehebelte Positionen angewiesen ist.

Die Kapitalabflüsse spiegeln möglicherweise die zunehmende Konkurrenz im DeFi-Derivate-Sektor wider. Plattformen wie dYdX, Gains Network und andere dezentralisierte Derivate-Protokolle kämpfen um Marktanteile. Hyperliquid, das ursprünglich als zentralisierte Börse startete und später auf eine dezentralisierte Struktur umstellte, muss sich in einem hart umkämpften Markt behaupten. Die sinkenden TVL-Werte (Total Value Locked) deuten darauf hin, dass Nutzer alternative Plattformen bevorzugen oder generell weniger Risikobereitschaft zeigen.

Liquidationsungleichgewicht könnte kurzfristige Erholung auslösen

Die aktuelle Liquidationsverteilung zeigt ein deutliches Übergewicht bei Short-Positionen. In den vergangenen sieben Tagen entfielen 23,92 Millionen US-Dollar auf Short-Liquidationen, während Long-Liquidationen nur 7,92 Millionen US-Dollar ausmachten. Diese 75-prozentige Dominanz der Shorts erhöht die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Aufwärtsreaktion durch erzwungene Eindeckungen. Auf 30-Tage-Sicht überwiegen jedoch Long-Positionen mit 33,85 Millionen US-Dollar, was bei weiter fallenden Kursen zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen könnte.

Liquidationsdaten sind ein wichtiger Indikator für die Marktstimmung und potenzielle Kursbewegungen. Wenn viele Trader Short-Positionen eingehen und der Kurs steigt, müssen diese Positionen zwangsweise geschlossen werden, was zusätzlichen Kaufdruck erzeugt. Umgekehrt können massive Long-Liquidationen bei fallenden Kursen den Abwärtstrend verstärken. Das aktuelle Ungleichgewicht bei Hyperliquid deutet auf eine gespaltene Marktstimmung hin.

Makroökonomische Faktoren beeinflussen Krypto-Derivate

Die Schwäche bei Hyperliquid ist auch im Kontext der allgemeinen Kryptomärkte zu sehen. Steigende Zinsen und regulatorische Unsicherheiten belasten risikoreiche Assets. Derivate-Plattformen sind besonders anfällig für Marktvolatilität, da gehebelte Positionen bei Kursbewegungen überproportional reagieren. Die Federal Reserve und andere Zentralbanken signalisieren weiterhin eine restriktive Geldpolitik, was den Appetit auf spekulative Investments dämpft.

Entscheidende Kurszonen definieren nächste Bewegung

Die Fibonacci-Retracements zeigen klar definierte Widerstandszonen auf. HYPE bewegt sich zwischen dem 0,382-Level bei 35,53 US-Dollar und dem 0,236-Retracement bei 36,39 US-Dollar. Ein Ausbruch über 36,39 US-Dollar würde kurzfristige Stärke signalisieren, während ein Schlusskurs unter 34,13 US-Dollar die bärische Formation aktivieren würde. Weitere wichtige Unterstützungen liegen bei 33,14 US-Dollar, 31,87 US-Dollar und 28,22 US-Dollar.

Die Konstellation aus technischer Schwäche, Kapitalabflüssen und einer short-lastigen Liquidationsstruktur spricht für eine vorübergehende Erholung vor einem möglichen strukturellen Rückgang. Die Marke bei 34,13 US-Dollar entscheidet zwischen kurzfristiger Gegenbewegung und der Aktivierung des 22-prozentigen Abwärtspotenzials. Nur ein nachhaltiger Anstieg über 40,30 US-Dollar würde die inverse Cup-and-Handle-Formation technisch neutralisieren und neue Aufwärtsimpulse ermöglichen.

⚠️ Risikohinweis

Die Inhalte auf online24.de stellen keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochriskante Anlagen. Bitte führe immer deine eigene Recherche durch (DYOR).

Achim Straber

Achim Straber ist Autor bei online24.de und Experte für Blockchain und Stable Coins. Er erklärt digitale Finanzthemen verständlich, präzise und mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Krypto-Markt. Sein Fokus liegt auf technologischen Grundlagen, Regulierung und der praktischen Bedeutung moderner Zahlungssysteme.

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