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Kraken-Banklizenz: Waters hinterfragt Fed-Entscheidung

Kongressabgeordnete Maxine Waters hinterfragt die Banklizenz-Vergabe an Kraken durch die Federal Reserve. Sie bezweifelt, ob alle systemischen Risiken ausreichend geprüft wurden.

Die demokratische Kongressabgeordnete Maxine Waters hat die Federal Reserve Bank of Kansas City schriftlich aufgefordert, die Vergabe einer Banklizenz an die Kryptobörse Kraken zu rechtfertigen. Waters, die als Vorsitzende des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses einflussreich ist, bezweifelt, ob bei der Genehmigung alle Risiken ausreichend geprüft wurden. Die Anfrage verdeutlicht die wachsenden politischen Spannungen um die Integration von Kryptounternehmen in das traditionelle Bankensystem.

SPDI-Modell ermöglicht Kraken direkten Bankzugang

Kraken erhielt seine Banklizenz über das sogenannte Special Purpose Depository Institution (SPDI)-Modell des Bundesstaates Wyoming. Diese Sonderform erlaubt es Kryptounternehmen, als regulierte Banken zu operieren und digitale Vermögenswerte zu verwahren. Das SPDI-Modell unterscheidet sich von herkömmlichen Banklizenzen dadurch, dass es speziell für die Verwahrung digitaler Assets konzipiert wurde, ohne klassische Kreditvergabe zu ermöglichen.

Wyoming hat sich in den vergangenen Jahren als besonders krypto-freundlicher Bundesstaat positioniert. Mit über 25 blockchain-spezifischen Gesetzen hat der Staat einen umfassenden rechtlichen Rahmen für digitale Assets geschaffen. Das SPDI-Modell ist dabei ein zentraler Baustein dieser Strategie, um Kryptounternehmen anzulocken und gleichzeitig Verbraucherschutz zu gewährleisten.

Waters kritisiert mangelnde Risikoprüfung der Fed

In ihrem Schreiben moniert Waters, die Federal Reserve habe möglicherweise nicht alle systemischen Risiken berücksichtigt. Besonders problematisch sieht sie den direkten Zugang zu Reservekonten der Zentralbank, den Kraken durch die Lizenz erhält. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, direkt am Zahlungssystem der Fed teilzunehmen – ein Privileg, das normalerweise nur traditionellen Banken vorbehalten ist.

Waters’ Bedenken konzentrieren sich insbesondere auf die Volatilität von Kryptowährungen und deren potenzielle Auswirkungen auf die Finanzstabilität. Die Kongressabgeordnete, die bereits in der Vergangenheit kritisch gegenüber Kryptowährungen war, befürchtet, dass unzureichend regulierte Krypto-Banken systemische Risiken für das gesamte Finanzsystem darstellen könnten. Sie verweist dabei auf frühere Zusammenbrüche von Krypto-Plattformen wie FTX, die Millionen von Anlegern geschädigt haben.

Regulatorische Grauzonen zwischen Bundes- und Landesebene

Die Kontroverse zeigt die komplexe Rechtslage zwischen Bundesaufsicht und einzelstaatlichen Regulierungen auf. Während Wyoming mit seinem SPDI-Modell Vorreiter bei Krypto-Banklizenzen ist, bleibt die Rolle der Federal Reserve bei der Überwachung dieser Institute umstritten. Die unterschiedlichen Regulierungsniveaus schaffen potenzielle Lücken im Finanzschutz, die Waters nun adressiert.

Diese regulatorische Fragmentierung ist ein wiederkehrendes Problem in der US-Finanzaufsicht. Verschiedene Bundesstaaten verfolgen unterschiedliche Ansätze bei der Krypto-Regulierung, was zu einem Flickenteppich von Vorschriften führt. Während einige Staaten wie New York mit der BitLicense strenge Auflagen verhängen, bieten andere wie Wyoming bewusst liberalere Rahmenbedingungen, um Unternehmen anzuziehen.

Präzedenzfall mit weitreichenden Folgen für Krypto-Banking

Krakens Banklizenz gilt als Meilenstein für die Kryptoindustrie, da sie erstmals einer großen Börse vollwertigen Bankstatus verschafft. Gleichzeitig warnen Kritiker vor den Risiken einer zu schnellen Integration volatiler Krypto-Assets in das Kernbankensystem. Die Fed hatte in der Vergangenheit bereits ähnliche Anträge anderer Kryptounternehmen abgelehnt, was Krakens Genehmigung umso bemerkenswerter macht.

Die Genehmigung erfolgte nach einem mehrjährigen Prüfungsprozess, in dem Kraken umfangreiche Compliance- und Risikomanagement-Systeme implementieren musste. Das Unternehmen, das 2011 gegründet wurde und zu den größten Kryptobörsen weltweit zählt, betont, dass es alle erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllt und über ausreichende Kapitalreserven verfügt.

Auswirkungen auf künftige Krypto-Regulierung

Waters’ Intervention könnte die Fed dazu veranlassen, ihre Kriterien für die Genehmigung von Krypto-Banklizenzen zu verschärfen. Für die Branche steht viel auf dem Spiel: Strengere Auflagen könnten die geplante Expansion weiterer Kryptounternehmen ins traditionelle Banking verzögern. Gleichzeitig dürfte die politische Aufmerksamkeit den Druck auf Regulierungsbehörden erhöhen, einheitliche Standards für das aufstrebende Krypto-Banking zu entwickeln.

Andere große Kryptounternehmen wie Coinbase und Binance US beobachten die Entwicklung genau, da sie ebenfalls Banklizenzen anstreben. Eine Verschärfung der Anforderungen könnte ihre Pläne erheblich verzögern und zusätzliche Compliance-Kosten verursachen. Branchenvertreter argumentieren jedoch, dass eine klare Regulierung letztendlich der gesamten Industrie zugutekommen würde, da sie Rechtssicherheit schafft und das Vertrauen der Verbraucher stärkt.

Die Debatte um Krakens Banklizenz markiert einen Wendepunkt in der US-Krypto-Regulierung. Während Innovationsbefürworter in der Lizenz einen wichtigen Schritt zur Mainstream-Akzeptanz sehen, fordern Kritiker wie Waters strengere Kontrollen. Die Antwort der Fed wird wegweisend dafür sein, wie schnell und unter welchen Bedingungen weitere Kryptounternehmen Zugang zum traditionellen Bankensystem erhalten. Diese Entscheidung könnte auch internationale Auswirkungen haben, da andere Länder die US-Regulierung als Referenz für ihre eigenen Krypto-Banking-Gesetze betrachten.

⚠️ Risikohinweis

Die Inhalte auf online24.de stellen keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochriskante Anlagen. Bitte führe immer deine eigene Recherche durch (DYOR).

Achim Straber

Achim Straber ist Autor bei online24.de und Experte für Blockchain und Stable Coins. Er erklärt digitale Finanzthemen verständlich, präzise und mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Krypto-Markt. Sein Fokus liegt auf technologischen Grundlagen, Regulierung und der praktischen Bedeutung moderner Zahlungssysteme.

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