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Bittensor (TAO) droht Rückfall auf 297 Dollar nach Widerstand

Bittensor (TAO) steht nach doppelter Zurückweisung an der fallenden Trendlinie unter Druck. Technische Indikatoren signalisieren Abwärtspotenzial bis 297 Dollar, während institutionelle Entwicklungen langfristig positiv stimmen.

Der Kurs von Bittensor (TAO) steht unter erheblichem Druck und notiert aktuell bei 325,1 US-Dollar. Nach einer doppelten Zurückweisung an der fallenden Trendlinie zwischen 355 und 371 Dollar signalisieren die technischen Indikatoren weiteres Abwärtspotenzial bis zur kritischen Unterstützung bei 297,5 Dollar. Die KI-fokussierte Blockchain-Plattform kämpft damit gegen einen seit mehreren Monaten anhaltenden Abwärtstrend.

Doppelte Zurückweisung verstärkt bärisches Momentum

Die technische Analyse zeigt ein klares Bild: Bittensor scheiterte binnen zwei Wochen zweimal an der seit Monaten fallenden Trendlinie im Bereich von 355 bis 371 Dollar. Diese doppelte Zurückweisung gilt in der Chartanalyse als starkes Signal für nachlassende Kaufkraft und verstärkt den Verkaufsdruck erheblich. Der Tages-MACD bestätigt diese Entwicklung mit einem bärischen Crossover – die MACD-Linie bei 19,6 liegt nun unter der Signallinie von 22,0.

Besonders besorgniserregend für Anleger ist die Tatsache, dass das Handelsvolumen während der Rückschläge deutlich angestiegen ist. Dies deutet auf echtes Verkaufsinteresse hin und nicht nur auf technische Gewinnmitnahmen. Die relative Stärke (RSI) auf Tagesbasis ist von überkauften Niveaus über 70 auf aktuell 42 gefallen, was weiteren Raum für Verluste schafft.

Widersprüchliche Signale auf verschiedenen Zeitebenen

Während der Tageschart eindeutig bärisch ausgerichtet ist, zeigt sich auf dem 4-Stunden-Chart ein gemischtes Bild. Dort liegt die MACD-Linie mit 6,8 noch über dem Signal bei 5,8, und der Supertrend bei 313,8 Dollar fungiert als dynamische Unterstützung. Allerdings verengt sich das Histogramm zusehends, was auf nachlassendes Momentum hindeutet. Ein bärisches Kreuzen auf dieser Zeitebene würde das negative Signal des Tagescharts verstärken.

Die Bollinger Bänder auf dem Stunden-Chart zeigen eine zunehmende Volatilität, wobei der Kurs aktuell im unteren Bereich der Bänder handelt. Dies könnte kurzfristig zu einer technischen Erholung führen, ändert aber nichts an der übergeordneten bärischen Struktur. Trader sollten besonders auf das Verhalten an der 313,8-Dollar-Marke achten, da ein Bruch hier weitere Verkaufswellen auslösen könnte.

Kritische Unterstützungszonen im Fokus der Analysten

Marktbeobachter identifizieren mehrere wichtige Kursmarken für die kommende Entwicklung:

  • 313,8 Dollar: 4-Stunden-Supertrend als erste Unterstützung
  • 297,5 Dollar: Zentrale Nachfragezone in beiden Zeitebenen
  • 263,7 Dollar: Tages-Supertrend als letzte wichtige Bastion
  • 371 Dollar: Entscheidende Widerstandsmarke für Trendwende

Ein nachhaltiger Bruch unter 297,5 Dollar würde den Weg für weitere Verluste bis 263,7 Dollar ebnen. Erst bei einem Unterschreiten dieser Marke käme ein erweitertes Abwärtsziel nahe 200 Dollar ins Spiel. Die 297,5-Dollar-Marke hat in der Vergangenheit mehrfach als starke Unterstützung fungiert und wurde von institutionellen Käufern verteidigt.

Derivatemärkte deuten auf Long-Liquidationen hin

Die Analyse der Futures-Märkte liefert zusätzliche Erkenntnisse: Die offenen Positionen in TAO-Futures sind parallel zum Kursrückgang gefallen. Dies deutet auf einen Abbau gehebelter Long-Positionen hin, nicht auf aggressive Short-Aufbauten. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Short Squeeze erheblich.

Die Funding-Raten an den großen Börsen sind in den negativen Bereich gedreht, was bedeutet, dass Short-Positionen Long-Positionen bezahlen. Dies ist ein weiterer Indikator für die vorherrschende bärische Stimmung. Gleichzeitig zeigt die Put-Call-Ratio bei Optionen einen Anstieg auf 1,3, was auf erhöhte Absicherungsaktivitäten oder spekulative Short-Positionen hindeutet.

Fundamentale Faktoren belasten den Kurs

Neben den technischen Faktoren belasten auch fundamentale Aspekte den TAO-Kurs. Die allgemeine Schwäche im KI-Token-Sektor hat sich auf Bittensor übertragen, obwohl das Projekt weiterhin technische Fortschritte verzeichnet. Regulatorische Unsicherheiten bezüglich KI-basierter Blockchain-Projekte sorgen zusätzlich für Verunsicherung bei Investoren.

Die jüngsten Entwicklungen im Bereich der dezentralen KI-Netzwerke zeigen verstärkten Wettbewerb, was Druck auf die Bewertung von Bittensor ausübt. Dennoch bleibt das Projekt aufgrund seiner einzigartigen Tokenomics und des innovativen Ansatzes für maschinelles Lernen langfristig interessant.

Institutionelle Entwicklungen stützen langfristige Perspektive

Trotz der kurzfristigen technischen Schwäche gibt es positive institutionelle Signale. Ein Antrag auf Umwandlung eines bestehenden Trusts in einen Spot-ETF liegt bei der US-Aufsicht vor. Zudem erhöhte ein KI-orientierter Fonds seine TAO-Gewichtung auf 43,06 Prozent, womit Bittensor zur größten Einzelposition wurde. Diese Entwicklungen unterstreichen das langfristige Interesse institutioneller Investoren an der KI-Blockchain.

Weitere institutionelle Aktivitäten zeigen sich in Form von strategischen Partnerschaften mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Diese Kooperationen stärken das Ökosystem und könnten mittelfristig zu einer erhöhten Nachfrage nach TAO-Token führen. Auch die kontinuierliche Entwicklung des Netzwerks und die steigende Anzahl von Subnets sprechen für die langfristige Viabilität des Projekts.

Die kommenden Handelstage werden zeigen, ob die Unterstützung bei 297,5 Dollar hält oder ob Bittensor weitere Verluste hinnehmen muss. Entscheidend bleibt ein nachhaltiger Tagesschluss über 371 Dollar für eine Trendwende nach oben. Anleger sollten die Entwicklung der Handelsvolumina und die Reaktion an den kritischen Unterstützungslevels genau beobachten.

⚠️ Risikohinweis

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Michael Müller

Michael Müller ist seit vielen Jahren in der Welt der Kryptowährungen und Finanzmärkte zu Hause. Als ausgewiesener Krypto-Experte verbindet er tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung im Trading von digitalen Assets, Devisen und klassischen Anlageklassen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Markttrends, regulatorischen Entwicklungen und technologischen Innovationen, die den Kryptomarkt nachhaltig prägen. Bei Online24.de liefert Michael Müller fundierte Artikel, praxisnahe Analysen und verständlich aufbereitete Ratgeber, die Einsteiger wie auch erfahrene Trader ansprechen. Dabei legt er besonderen Wert auf Transparenz, Risikoabwägung und realistische Strategien, um Lesern einen echten Mehrwert für ihre Investitionsentscheidungen zu bieten. Seine Beiträge zeichnen sich durch eine klare Sprache und praxisorientierte Beispiele aus. Mit seinem Know-how sorgt Michael Müller dafür, dass unsere Leser die Chancen und Risiken von Bitcoin, Ethereum, DeFi & Co. einschätzen können – und so im dynamischen Markt stets den Überblick behalten.

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