Paradigm plant 1,5-Milliarden-Fonds: Warum KI, Robotik und Krypto künftig enger zusammenrücken
Das Investmenthaus Paradigm will seine nächste große Wette breiter aufstellen: Geplant ist ein neuer Fonds mit einem Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar, der gezielt in Künstliche Intelligenz, Robotik und weitere zukunftsorientierte Technologien investieren soll. Damit erweitert das Unternehmen seinen Fokus über den klassischen Krypto-Kern hinaus – ohne ihn aufzugeben.
Paradigm bleibt dem Kryptomarkt weiterhin eng verbunden. Das bestehende Team soll parallel Chancen in beiden Welten prüfen. Genau darin liegt die Botschaft hinter dem Schritt: Nicht „Krypto oder KI“, sondern Krypto und KI – als zwei Technologie-Stränge, die sich zunehmend gegenseitig befeuern.
Paradigms Strategie: Diversifikation ohne Kurswechsel
Paradigm verwaltet nach eigener Einordnung Vermögenswerte in zweistelliger Milliardenhöhe und gehört zu den bekanntesten Namen im Tech- und Krypto-Venture-Bereich. In den vergangenen Jahren hat die Firma mehrere große Fonds aufgesetzt, die sowohl etablierte Krypto-Projekte als auch Frühphasen-Start-ups finanziert haben.
Die neue Fondsplanung wirkt deshalb weniger wie ein Bruch, sondern wie eine logische Erweiterung: Märkte verändern sich, Kapitalströme verschieben sich – und Paradigm möchte dort investiert sein, wo sich die nächste Plattform-Generation formt. KI, Robotik und Krypto werden dabei nicht als getrennte Inseln betrachtet, sondern als Felder mit Schnittmengen: Automatisierung, Sicherheit, Datenverarbeitung, Eigentums- und Abrechnungsmodelle, digitale Infrastruktur.
KI rückt seit 2023 stärker in den Fokus
Bereits 2023 gab es erste sichtbare Hinweise darauf, dass Paradigm KI intensiver beobachtet. Änderungen am Außenauftritt – etwa eine reduzierte Betonung von Web3- und Krypto-Begriffen – lösten Spekulationen über eine mögliche Schwerpunktverlagerung aus.
Das Unternehmen stellte jedoch klar, dass es weiterhin stark in Krypto investiert. Gleichzeitig betonte die Führungsebene, dass die Dynamik im KI-Sektor schlicht zu groß sei, um sie zu ignorieren. Der Tenor: Krypto bleibt Überzeugung, KI ist Realität und Beschleuniger – und beides kann gemeinsam neue Produkte und Geschäftsmodelle ermöglichen.
Wichtige Punkte:
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Fortgesetzte Investments in Krypto-Start-ups
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Intensivere Forschung und Thesenbildung zu KI
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Fokus auf Projekte, die beide Technologien sinnvoll kombinieren
| Jahr | Entwicklung | Fokus |
|---|---|---|
| 2023 | Website-Aktualisierung | Anpassung der inhaltlichen Schwerpunkte |
| 2026 | Kooperation mit OpenAI (EVMbench) | Sicherheitsanalysen von Smart Contracts durch KI |
Warum das Timing passt: KI dominiert den VC-Markt
Ein entscheidender Hintergrund für den Strategiewechsel ist die enorme Kapitalverschiebung im Venture-Markt. 2025 floss ein großer Teil des weltweiten Wagniskapitals in KI-Unternehmen – ein Tempo, das viele Tech-Zyklen der letzten Jahre übertrifft. Besonders stark war dabei die Dynamik rund um generative KI, die sich in kurzer Zeit von einem Forschungsthema zu einer Produkt- und Plattformwelle entwickelt hat.
Paradigm reagiert damit auf einen Trend, der nicht nur „Hype“ ist, sondern strukturell: Wer in Infrastruktur investiert, geht dorthin, wo neue Standards entstehen – und KI ist aktuell eines der Felder, in denen sich genau das entscheidet.
| Kategorie | Anteil am VC-Gesamtvolumen 2025 |
|---|---|
| Gesamte KI-Investitionen | 61 % |
| Generative KI | 14 % der KI-Investitionen |
Was Paradigm mit dem Fonds wirklich erreicht
Der Fonds ist vor allem ein Signal an den Markt: Paradigm will künftig noch stärker dort mitspielen, wo sich Software, Automatisierung und digitale Eigentumsmodelle überlappen. Krypto bleibt dabei der Unterbau für Themen wie Settlement, programmierbare Assets und offene Finanzlogik – während KI die Ebene darüber beschleunigt: Analyse, Entscheidung, Automation, Security, Produktivität.
Kurz gesagt: Paradigm positioniert sich für die nächste Phase, in der nicht mehr einzelne Trends nebeneinander laufen, sondern sich gegenseitig verstärken.