MiCA ist in Europa längst das große Regelwerk für Krypto. Doch 2026 rückt eine neue Praxisfrage in den Vordergrund: Welche Lizenzen braucht ein Anbieter konkret, wenn Stablecoins (insbesondere E-Money-Tokens) verwahrt, übertragen oder in Zahlungsprozesse eingebunden werden? Juristen warnen vor doppelten Anforderungen – und vor steigenden Kosten.
Was ab März 2026 zum Thema wird
In der Branche wird diskutiert, dass bestimmte Services rund um Electronic Money Tokens nicht nur MiCA-Autorisierung berühren, sondern zusätzlich klassische Zahlungsdienst-Regeln (Stichwort PSD-Lizenzlogik). Wenn das in der Praxis so umgesetzt wird, trifft es vor allem Anbieter, die in Europa skalieren wollen.
Warum das für Nutzer wichtig ist
Regulierung klingt trocken, entscheidet aber über den Alltag:
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Welche Stablecoins dürfen Plattformen prominent anbieten?
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Welche Anbieter bleiben in der EU – und welche ziehen sich zurück?
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Wie schnell können Euro-Stablecoins wachsen, wenn Compliance teuer wird?
Meine Einordnung: Europa will Sicherheit – aber es darf Innovation nicht aus Versehen abwürgen. Wenn Regelwerke doppelt greifen, gewinnt am Ende oft nicht das beste Produkt, sondern das mit dem größten Compliance-Budget.
Bewertung: Mehr Schutz, aber auch mehr Reibung
Für Verbraucher ist mehr Aufsicht grundsätzlich gut. Für den Markt kann es kurzfristig bedeuten: weniger Auswahl, mehr KYC-Druck, höhere Kosten. Langfristig könnte es den europäischen Stablecoin-Markt aber auch seriöser machen – sofern die Regeln praktikabel bleiben.