Die britischen Strafverfolgungsbehörden haben eine umfassende Untersuchung gegen das gescheiterte Krypto-Projekt Basis Markets eingeleitet. Laut Ermittlungen sollen die Betreiber Anleger um rund 28 Millionen US-Dollar betrogen haben. Bei koordinierten Razzien in London und der Region Bradford wurden zwei Verdächtige festgenommen. Ihnen werden Betrug sowie Geldwäsche im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des vermeintlichen Krypto-Hedgefonds vorgeworfen.
Basis Markets sammelte Ende 2021 erhebliche Summen ein – unter anderem über den Verkauf eigener NFTs und Tokens. Nur wenige Monate später, im Juni 2022, stellte das Projekt den Betrieb abrupt ein. Die Ermittler prüfen nun, wie die Gelder tatsächlich verwendet wurden und ob die Verantwortlichen das Vertrauen der Anleger gezielt missbraucht haben.
Weiterer Fall: 11 Jahre Haft für chinesische “Krypto-Königin” in Großbritannien
Im Zuge verstärkter Maßnahmen gegen Finanzkriminalität verurteilte das Southwark Crown Court die chinesische Staatsbürgerin Zhimin Qian, die eine der größten bekannten Krypto-Betrugsserien im Land leitete.
Qian bekannte sich schuldig, über 5,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin gewaschen zu haben. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von mehr als 11 Jahren.
| Gericht | Angeklagte | Strafe | Geschätzter Schaden |
|---|---|---|---|
| Southwark Crown Court, London | Zhimin Qian | über 11 Jahre Haft | ca. 5,5 Mrd. USD |
Qian war nach dem Zusammenbruch ihres Betrugssystems nach Großbritannien geflohen und wurde dort festgenommen. Der Fall gilt als eines der größten Krypto-Geldwäschesysteme, die jemals vor einem britischen Gericht verhandelt wurden.