Ethereum-ETFs geraten zunehmend unter Druck: Bereits den vierten Tag in Folge verzeichnen sie deutliche Abflüsse. Am 25. September summierten sich die Rücknahmen auf über 250 Millionen US-Dollar – der höchste Einzelabfluss dieser Woche. Besonders stark betroffen war der Fonds von Fidelity, der mehr als die Hälfte dieser Summe ausmachte.
Parallel dazu rutschte der Ether-Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 4.000 US-Dollar und testet aktuell Unterstützungsniveaus um 3.800 Dollar. Auch andere große Anbieter wie Grayscale und Bitwise meldeten Abflüsse, wenn auch in geringerem Umfang. Währenddessen zeigen sich Bitcoin-ETFs vergleichsweise stabil, was die schwächere Nachfrage nach Ethereum-Produkten noch deutlicher hervorhebt.
Abflüsse verschärfen den Kursdruck
Die Kapitalabflüsse belasten den ETH-Markt spürbar. Aktuell notiert Ethereum bei rund 3.939 USD, was einem Rückgang von etwa 2,3 % innerhalb eines Tages und rund 13 % in der letzten Woche entspricht. Damit hat die Kryptowährung einen erheblichen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder eingebüßt.
Aus technischer Sicht rückt die Zone um 3.800 USD als entscheidende Unterstützung in den Vordergrund. Fällt der Kurs nachhaltig unter 3.900 USD, könnte der Bereich zwischen 3.750 und 3.800 USD getestet werden. Auf der Oberseite gilt die Region um 4.100 USD als erster Widerstand.
| Bereich | Kursniveau (USD) |
|---|---|
| Unterstützung | 3.750-3.800 |
| Kurzfristig | 3.900 |
| Widerstand | 4.100 |
Fragile Stimmung am Markt
Die aktuelle Marktstimmung bleibt von Vorsicht geprägt. Die Abflüsse aus institutionellen Produkten verdeutlichen die fehlende Kaufdynamik, während gleichzeitig das Handelsvolumen nicht auf eine nachhaltige Trendwende hindeutet. Für eine Stabilisierung wären klare externe Impulse nötig – etwa durch makroökonomische Entwicklungen, regulatorische Signale oder eine Erholung im Gesamtmarkt der Kryptowährungen.