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Analyse

Krypto-Prognose 2026: Wo Bitcoin zum Jahresende steht

Bitcoin kämpft Ende Oktober um die Marke von 80.000 US-Dollar, Ethereum steht bei rund 2.300 Dollar und viele Altcoins haben einen erheblichen…

Bitcoin kämpft Ende Oktober um die Marke von 80.000 US-Dollar, Ethereum steht bei rund 2.300 Dollar und viele Altcoins haben einen erheblichen Teil ihrer Sommer-Rallye wieder abgegeben. Trotzdem halten wir einen weiteren starken Einbruch bis Jahresende derzeit nicht für das wahrscheinlichste Szenario. Unsere Analyse spricht eher für einen volatilen November mit möglichem erneuten Test der Tiefs und anschließendem Erholungsversuch im Dezember. Im Basisszenario sehen wir Bitcoin zum Jahresende zwischen 88.000 und 95.000 Dollar – allerdings nur, wenn die wichtige Unterstützungszone zwischen 76.000 und 80.000 Dollar hält.

Unsere Prognose bis zum 31. Dezember 2026

Wo Bitcoin zum Jahresende steht
Wo Bitcoin zum Jahresende steht

Aus der aktuellen Kombination aus Makrolage, ETF-Strömen, Onchain-Daten und technischer Marktstruktur ergeben sich drei realistische Szenarien:

Asset Bear Case Basisszenario Bull Case
Bitcoin 70.000–76.000 $ 88.000–95.000 $ 100.000–108.000 $
Ethereum 1.900–2.200 $ 2.550–2.900 $ 3.100–3.500 $
Solana 80–95 $ 110–130 $ 140–170 $
XRP 1,00–1,20 $ 1,35–1,55 $ 1,70–2,00 $
Gesamtmarkt 2,3–2,5 Bio. $ 3,0–3,25 Bio. $ 3,6–3,9 Bio. $

Das sind keine exakten Kursziele, sondern Bereiche, die wir anhand der heutigen Datenlage für plausibel halten.

Warum wir Bitcoin nicht abschreiben

Der wichtigste Grund liegt bei rund 78.000 bis 80.000 Dollar.

Glassnode sieht bei 78.000 bis 79.000 Dollar größere Kauforders. Der sogenannte True Market Mean liegt bei ungefähr 77.900 Dollar. Darunter folgt bei rund 75.800 Dollar der durchschnittliche Einstandspreis kurzfristiger Bitcoin-Halter.

Damit ergibt sich eine relativ klare Unterstützungszone:

80.000 $ → 78.000 $ → 75.800 $

Solange Bitcoin diesen Bereich verteidigt, sehen wir den aktuellen Rückgang eher als harte Korrektur innerhalb einer größeren Bodenbildung.

Problematisch würde es bei mehreren Tagesschlüssen deutlich unter 75.000 Dollar. Dann könnte sich das technische Bild erheblich verschlechtern.

Nach oben wartet allerdings eine massive Wand

Einfach wird die Erholung nicht.

Zwischen ungefähr 84.000 und 87.500 Dollar liegen mehrere Widerstände gleichzeitig: Einstandspreise älterer Käufer, Verkaufsorders und größere Liquidationscluster.

Glassnode bezeichnet insbesondere 84.000 bis 85.000 Dollar als eine Zone, an der Bitcoin 2026 bereits mehrfach gescheitert ist. Ein Tagesschluss über 87.500 Dollar bei gleichzeitig steigenden ETF-Zuflüssen wäre dagegen ein starkes Signal.

Danach wird es interessant.

Die nächste größere Onchain-Bewertungsmarke liegt bei rund 96.700 Dollar.

Damit ergibt sich praktisch folgende Treppe:

80.000 → 85.000 → 87.500 → 92.000 → 96.700 → 100.000 Dollar

Erst oberhalb von ungefähr 97.000 Dollar würden wir einen Angriff auf 100.000 Dollar noch 2026 ernsthaft erwarten.

Bitcoin-ETFs geben derzeit ein positives Signal

Ein wichtiger Grund, warum wir nicht mit einem weiteren massiven Absturz rechnen, sind die Bitcoin-ETFs.

Nach starken Schwankungen im Oktober kehrte zuletzt wieder Kapital zurück:

    1. Oktober: +110,3 Mio. Dollar
    1. Oktober: +176,0 Mio. Dollar
    1. Oktober: +137,3 Mio. Dollar

Damit flossen innerhalb von drei Handelstagen netto rund 423,6 Millionen Dollar in US-Spot-Bitcoin-ETFs.

Das reicht noch nicht für einen neuen Bullrun. Es zeigt aber, dass institutionelle Käufer unterhalb von 80.000 bis 82.000 Dollar weiterhin Interesse zeigen.

Für einen Angriff auf 100.000 Dollar müssten solche Zuflüsse über mehrere Wochen anhalten.

Die größte Gefahr bleibt die Fed

Das stärkste Gegenargument zu einer Jahresendrallye sitzt derzeit nicht im Kryptomarkt, sondern in Washington.

Die Federal Reserve hielt den Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Gleichzeitig bezeichnete sie die Inflation weiterhin als erhöht.

Noch bemerkenswerter: Zwei Mitglieder wollten den Leitzins sogar um weitere 25 Basispunkte erhöhen.

Die nächste Entscheidung fällt am 9. Dezember.

Damit dürfte diese Sitzung über den Jahresabschluss des Kryptomarkts mitentscheiden.

Sollten Inflation und Energiepreise bis dahin nachlassen und die Fed pausieren, wäre das ein klarer Rückenwind.

Kommt dagegen eine weitere Zinserhöhung oder signalisiert die Fed zusätzliche Schritte für 2027, würde unser Bear Case deutlich wahrscheinlicher.

Ethereum bleibt unser größtes Fragezeichen

Bei Ethereum sind wir wesentlich vorsichtiger als bei Bitcoin.

Während Bitcoin zuletzt wieder ETF-Zuflüsse bekommt, sieht die Situation bei ETH anders aus. Allein vom 26. bis 28. Oktober verloren die US-Spot-Ethereum-ETFs netto rund 170 Millionen Dollar.

Deshalb erwarten wir nicht automatisch, dass Ethereum bei einer Bitcoin-Erholung überproportional steigt.

Unser Basisszenario bis Jahresende liegt bei 2.550 bis 2.900 Dollar.

Für Kurse oberhalb von 3.000 Dollar müsste sich nicht nur Bitcoin stabilisieren. Auch die institutionellen ETH-Abflüsse müssten drehen.

Eine echte Altseason erwarten wir momentan nicht

Das gilt auch für Solana, XRP, Cardano und kleinere Altcoins.

Bitcoin stellt aktuell knapp 58 Prozent der gesamten Kryptomarktkapitalisierung. Das ist typisch für einen Markt, in dem Anleger Risiko eher reduzieren als erhöhen.

Eine klassische Altseason würde wahrscheinlich erst entstehen, wenn:

  • Bitcoin 85.000 bis 88.000 Dollar zurückerobert,
  • anschließend stabil bleibt,
  • ETF-Zuflüsse weiterlaufen,
  • Ethereum relative Stärke zeigt,
  • und die Bitcoin-Dominanz wieder fällt.

Momentan sehen wir diese Kombination noch nicht.

Deshalb erwarten wir bis Jahresende eher eine selektive Erholung großer Altcoins als einen Markt, in dem plötzlich nahezu jeder Token steigt.

Die Jahreszeit spricht trotzdem eher für die Käufer

Historisch ist das vierte Quartal bei Bitcoin überdurchschnittlich stark.

CoinGlass kommt für 2013 bis 2025 auf eine mediane Q4-Rendite von rund 47,5 Prozent. Allerdings endeten fünf dieser 13 vierten Quartale trotzdem negativ.

Diese Statistik ist deshalb kein Kaufsignal.

Sie zeigt lediglich, dass November und Dezember historisch grundsätzlich Monate sein können, in denen Bitcoin starke Bewegungen entwickelt.

2026 sind allerdings die hohen US-Zinsen ein außergewöhnlich wichtiger Gegenfaktor.

Unser wahrscheinlichster Verlauf

Wir erwarten deshalb keinen geraden Weg nach oben.

Unser Basisszenario sieht ungefähr so aus:

November: Bitcoin bleibt extrem volatil zwischen etwa 76.000 und 87.000 Dollar. Ein erneuter Test von 78.000 Dollar würde uns nicht überraschen.

Ende November: Stabilisieren sich Tech-Aktien und ETF-Flows, sollte Bitcoin einen weiteren Angriff auf 85.000 bis 88.000 Dollar starten.

9. Dezember: Die Fed-Sitzung wird zum entscheidenden Makrotermin.

Dezember: Bei einer neutraleren Fed sehen wir einen möglichen Lauf in Richtung 90.000 bis 95.000 Dollar.

100.000 Dollar: Möglich, aber für uns derzeit der Bull Case und nicht das Basisszenario.

Die entscheidende Linie bleibt dabei 75.000 bis 78.000 Dollar. Fällt Bitcoin nachhaltig darunter, müssten wir unsere Prognose nach unten korrigieren.

Unsere Jahresend-Prognose: Erholung ja, Euphorie noch nicht

Der Markt sieht Ende Oktober wesentlich schlechter aus als noch vor wenigen Wochen. Fundamental ist jedoch kein FTX-ähnlicher Bruch erkennbar. Bitcoin-ETFs kaufen wieder, die großen Onchain-Unterstützungen sind bislang intakt und der starke Anstieg des dritten Quartals wurde zwar teilweise korrigiert, aber nicht vollständig zerstört.

Deshalb sehen wir zum Jahresende eher höhere als niedrigere Kurse als heute.

Unser Basisszenario lautet:

Bitcoin: 88.000 bis 95.000 Dollar.
Ethereum: 2.550 bis 2.900 Dollar.
Gesamter Kryptomarkt: rund 3,0 bis 3,25 Billionen Dollar.

Für einen echten neuen Bullrun fehlt derzeit jedoch ein entscheidender Beweis: Bitcoin muss die Zone zwischen 85.000 und 88.000 Dollar überzeugend zurückerobern.

Gelingt das, kann die Diskussion über 100.000 Dollar sehr schnell zurückkommen.

Scheitert Bitcoin erneut und verliert anschließend 75.000 Dollar, wird aus der aktuellen Korrektur dagegen eine wesentlich gefährlichere Marktphase.

Die kommenden sechs bis acht Wochen dürften deshalb weniger davon abhängen, was einzelne Krypto-Projekte ankündigen – und wesentlich stärker davon, ob die Fed dem Markt im Dezember Luft gibt.

Transparenzhinweis: Bei der Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gestützte Werkzeuge unterstützend zum Einsatz. Der Inhalt wurde anschließend redaktionell geprüft, überarbeitet und auf sachliche Richtigkeit kontrolliert. Prognosen stellen Szenarien auf Grundlage der zum Veröffentlichungszeitpunkt verfügbaren Daten dar und sind keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen.

⚠️ Risikohinweis

Die Inhalte auf online24.de stellen keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochriskante Anlagen. Bitte führe immer deine eigene Recherche durch (DYOR).

Michael Müller

Michael Müller ist seit vielen Jahren in der Welt der Kryptowährungen und Finanzmärkte zu Hause. Als ausgewiesener Krypto-Experte verbindet er tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung im Trading von digitalen Assets, Devisen und klassischen Anlageklassen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Markttrends, regulatorischen Entwicklungen und technologischen Innovationen, die den Kryptomarkt nachhaltig prägen. Bei Online24.de liefert Michael Müller fundierte Artikel, praxisnahe Analysen und verständlich aufbereitete Ratgeber, die Einsteiger wie auch erfahrene Trader ansprechen. Dabei legt er besonderen Wert auf Transparenz, Risikoabwägung und realistische Strategien, um Lesern einen echten Mehrwert für ihre Investitionsentscheidungen zu bieten. Seine Beiträge zeichnen sich durch eine klare Sprache und praxisorientierte Beispiele aus. Mit seinem Know-how sorgt Michael Müller dafür, dass unsere Leser die Chancen und Risiken von Bitcoin, Ethereum, DeFi & Co. einschätzen können – und so im dynamischen Markt stets den Überblick behalten.

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