Kryptowährungen – die wichtigsten Fachbegriffe verständlich erläutert

Bitcoin Kursentwicklung

Kryptowährungen wie der Bitcoin sind nach wie vor eines der interessantesten Themen am Finanzmarkt. Zwar haben zahlreiche digitale Währungen nach ihrem Höhenflug im vergangenen Jahr (2019) einen Absturz erlebt, aber dennoch wird noch immer auf die Kurse der digitalen Währungen spekuliert. Risikofreudige Investoren glauben daran, dass es in Zukunft wieder zu deutlich steigenden Kursen kommen könnte.

Manche Anleger würden gerne etwas Kapital spekulativ einsetzen, scheuen sich aber davor, weil es im Zusammenhang mit Kryptowährungen diverse Fachbegriffe gibt. Was ist zum Beispiel ein Wallet? Wieso kann man Kryptowährungen nur mittels einem „private key“ übertragen? Diese und andere Fragen bzw. Fachbegriffe aus der Welt der Kryptowährungen möchten wir im Folgenden einfach verständlich erläutern.

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Was sind eigentlich Kryptowährungen?

Einsteigen möchten wir mit den Kryptowährungen selbst, denn nicht wenige spekulativ eingestellte Anleger haben bisher zwar vom Bitcoin und anderen digitalen Währungen gehört, wissen aber nicht genau, warum es sich eigentlich bei diesem virtuellen Geld handelt. Streng genommen sind Kryptowährungen nichts anderes als Datensätze bzw. Transaktionsnummern, die zuvor von einem leistungsstarken Rechner produziert wurden. Digitale Währungen haben keinen eigenen Wert, sondern stattdessen resultiert der Kurs bzw. Preis einer Kryptowährung ausschließlich auf Angebot und Nachfrage.

Kryptowährungen vorgestellt

Abb. Einige der gängigsten Kryptowährungen

Die Käufer vertrauen darauf, dass die einzelne Kryptowährung mit dem jeweiligen Coin einen bestimmten Kaufwert hat, denn grundsätzlich lässt sich an manchen Akzeptanzstellen, beispielsweise in Onlineshops, manchmal mit dem Bitcoin oder auch anderen Kryptowährungen bezahlen. Im Gegensatz zum Zentralbankgeld, also beispielsweise dem Euro, gibt es bei der jeweiligen Kryptowährung keine unbegrenzte Menge an Coins, sodass keine Geldentwertung bzw. Inflation entstehen kann, wie es zum Beispiel beim Euro der Fall ist. Zudem existieren keine Organisationen oder Institutionen, die Einfluss auf die Menge der handelbaren Coins haben.

Was ist die Blockchain?

Der häufigste Fachbegriff, der im Zusammenhang mit Kryptowährungen auftaucht, ist die sogenannte Blockchain. Diese können Sie sich wie eine dezentrale Datenbank vorstellen, wobei einzelne Daten zu einer sogenannten Blockkette, der Blockchain, zusammengefasst werden. Das Besondere an der Blockchain ist, dass diese nicht manipuliert werden kann, denn über bestimmte Algorithmen ist jeder Teil der Blockkette unabdingbar mit anderen Teilen verknüpft.

Blockchain

Wie funktioniert eine Blockchain?

Jeder User kann über einen sogenannten Client die gesamte Blockchain einer Kryptowährung auf seinem Rechner speichern, was eine Kontrolle durch sämtliche User möglich macht. Heutzutage wird die Blockchain-Technologie nicht mehr ausschließlich im Bereich der Kryptowährungen einsetzt, sondern auch in anderen Branchen für verschiedene Zwecke genutzt.

Was ist ein Wallet?

Falls Sie mit Kryptowährungen spekulieren möchten und eine bestimmte digitale Währung kaufen wollen, benötigen Sie zuvor ein Wallet. Da Kryptowährungen weder in einem Wertpapierdepot noch auf dem gewöhnlichen Girokonto verwahrt werden können, ist mit dem Wallet eine besondere virtuelle Geldbörse notwendig. In diesem Wallet werden die Transaktionen zu einer bestimmten Kryptowährung gespeichert, die eine bestimmte Menge an Coins repräsentieren. Grundsätzlich können Sie das Wallet durchaus mit einem Depot im Wertpapierbereich vergleichen, nur dass dort eben die Kryptowährungen mit ihren Coins im Bestand sind und keine Aktien oder sonstigen Wertpapiere gespeichert werden, wie es bei einem Depot der Fall ist. In der Praxis finden sich mittlerweile mehrere Arten von Wallets, die sich vor allem durch unterschiedliche Speicherungen und Sicherheitsmechanismen unterscheiden, nämlich:

  • Online-Wallets (eWallet)
  • Paper-Wallets
  • Hardware-Wallets

Auf die unterschiedlichen Formen möchten wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen, Ihnen aber dennoch mitteilen, dass das Online-Wallet inzwischen nicht mehr als besonders sicher gilt, während die Hardware-Wallets aktuell die sicherste Möglichkeit darstellen, wie Sie Coin-Bestände speichern können.

Was sind öffentliche und private Schlüssel?

In Verbindung mit dem zuvor erläuterten Wallet fallen häufig zwei weitere Fachbegriffe, nämlich zum einen der öffentliche (public key) und zum anderen der private Schlüssel (private key). Um zu verstehen, worum es sich dabei handelt, ist wiederum ein Vergleich mit einem Wertpapierdepot oder auch einem Online-Konto im Bankbereich sinnvoll. Der öffentliche Schlüssel (public key) ist praktisch die Adresse Ihres Wallets und somit mit einer Depotnummer im Wertpapierbereich oder dem IBAN Ihrer Bankverbindung vergleichbar. Den öffentlichen Schlüssel müssen Sie als Empfängeradresse Ihres Wallets angeben, wenn Sie von einer anderen Partei Coins einer Kryptowährung erhalten möchten.

Der private Schlüssel (private key) ist hingegen mit einer PIN beim Online-Banking oder Ihrem Passwort zum Online-Depot vergleichbar. Diesen privaten Schlüssel sollten Sie unbedingt geheim halten, denn mit ihm können Sie eine Transaktion aus Ihrem Wallet heraus bestätigen. Sie benötigen den private key also immer dann, wenn Sie an ein anderes Wallet Coins transferieren möchten. 

Was ist eine Cryptocoin-Börse?

Das in einem vorherigen Abschnitt erläuterte Wallet benötigen Sie, um Coin-Bestände zu verbuchen. Zuvor müssen Sie aber erst einmal eine bestimmte Anzahl von Coins einer Kryptowährung kaufen. Dies geschieht über sogenannte Cryptocoin-Börsen, die durchaus vergleichbar mit Wertpapierbörsen sind.

Der wichtigste Unterschied besteht schlichtweg darin, dass auf den Cryptocoin-Börsen eben Kryptowährungen und keine Wertpapiere gehandelt werden, wie es bei den Aktienbörsen der Fall ist. Ansonsten funktionieren die Krypto-Börsen ganz ähnlich wie Wertpapierbörsen.

Das bedeutet, Sie können über die Börse bestimmte Kryptowährungen handeln, also kaufen oder verkaufen. Meistens ist dies entweder gegen Euro oder im Tausch mit einer anderen Kryptowährung möglich. Um über eine Cryptocoin-Börse handeln zu können, müssen Sie dort zunächst ein Konto eröffnen bzw. sich registrieren. Manche Börsen bieten gleichzeitig sogar ein Wallet an, allerdings empfehlen Experten aufgrund der höheren Sicherheit definitiv ein externes Wallet, welches unabhängig von der Börse ist.

Was ist das Mining?

Eingangs haben wir erwähnt, dass es sich bei Kryptowährungen um digitales Geld handelt, wobei die einzelnen Coins erst einmal von leistungsstarken Rechnern produziert werden müssen. Dies geschieht, indem komplexe Algorithmen bzw. Rechenaufgaben seitens des Computers gelöst werden müssen. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als Mining oder auf Deutsch Schürfen von Coins. Mit dem Mining ist also nichts anderes als das Generieren neuer Coins einer bestimmten Kryptowährung gemeint. Das Mining gibt es in zwei Varianten, nämlich als sogenannte Solo- sowie als Cloud-Mining.

Beim Solo-Mining sind Sie selbst für das Produzieren der Coins verantwortlich, müssen also sowohl Hardware als auch Software besitzen. Angenehmer ist für viele Investoren demgegenüber das Cloud-Mining, denn in diesem Fall überweisen Sie einen bestimmten Investitionsbetrag an einen Cloud-Mining Anbieter. Diese wiederum stellt die Rechenpower zur Verfügung und generiert in großem Umfang Coins, die Sie wiederum anteilig als Ertrag auf Ihr Wallet erhalten.

Nachdem Sie nun zumindest die wichtigsten Fachbegriffe zum Thema Kryptowährungen kennen und hoffentlich deren Bedeutung nachvollziehen können, ist die Hürde für Ihr erste Spekulation auf die Kurse digitaler Währungen vielleicht etwas niedriger geworden. Denken Sie allerdings bitte immer daran, dass es sich tatsächlich um eine Spekulation handelt, wenn Sie Geld auf steigende oder fallende Kurse einzelner digitaler Währungen setzen.