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Solana stürzt auf 52-Wochen-Tief von 66 Dollar – Bärische Signale deuten auf weitere Verluste

Der Solana-Kurs hat ein neues 52-Wochen-Tief markiert und damit eine der schwächsten Phasen seit über einem Jahr eingeläutet. Die Kryptowährung fiel am…

Der Solana-Kurs hat ein neues 52-Wochen-Tief markiert und damit eine der schwächsten Phasen seit über einem Jahr eingeläutet. Die Kryptowährung fiel am 4. Juni kurzzeitig auf 66,60 US-Dollar, bevor sie sich knapp über der Marke von 68 Dollar stabilisierte. Damit summiert sich das Minus auf rund 17 Prozent am Tag, etwa 27 Prozent im Monatsvergleich und nahezu 74 Prozent gegenüber dem Jahreshoch 2025 von rund 258 Dollar. Eine Welle von Liquidationen und ausgeprägte Risikoaversion an den Märkten beschleunigten den Abverkauf.

Marktweiter Ausverkauf trifft gehebelte Positionen

Der Abwärtstrend bei Solana verstärkte sich im Zuge eines breiten Einbruchs am gesamten Kryptomarkt. Bitcoin rutschte in Richtung der Marke von 66.000 Dollar und löste damit eine Kettenreaktion an Liquidationen über gehebelte Positionen hinweg aus. Besonders der Derivatemarkt absorbierte einen Großteil des Schadens.

Daten von CoinGlass zeigen, dass innerhalb von 24 Stunden mehr als 1,66 Milliarden Dollar am Krypto-Derivatemarkt liquidiert wurden – davon rund 1,42 Milliarden Dollar an Long-Positionen. Der erzwungene Verkauf zu Marktpreisen setzte bullische Trader unter Druck und erhöhte den Abwärtsdruck quer durch die großen Altcoins zusätzlich.

Institutionelles Interesse lässt nach

Auch die institutionelle Stimmung gegenüber Solana hat sich in dieser Woche eingetrübt. Nach Angaben von SoSoValue verzeichneten die US-amerikanischen Spot-Solana-ETFs am 3. Juni Nettoabflüsse in Höhe von 12,7 Millionen Dollar – der erste Tag mit Nettomittelabflüssen seit Mai. Damit endete eine Phase stetiger Zuflüsse, just zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger ihr Engagement in Risikoanlagen nach dem jüngsten Marktrückgang zurückfuhren.

Außerhalb der Kryptomärkte belasteten geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Stimmung weiter. Erneute militärische Aktivitäten steigerten die Nachfrage nach klassischen sicheren Häfen. Hinzu kamen steigende Ölpreise und die Erwartung, dass Notenbanken ihre restriktive Geldpolitik länger beibehalten könnten – ein zusätzlicher Gegenwind für spekulative Anlageklassen.

Charttechnik bestätigt deutlichen Bruch

Der Wochenchart zeigt, dass Solana die Unterstützungszone bei 76,60 Dollar durchbrochen hat, die Kursrückgänge über mehrere Monate aufgefangen hatte. Anschließend drückten die Verkäufer den Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 70 Dollar, bevor SOL den Bereich um 66,60 Dollar erreichte – die nun wichtigste kurzfristige Unterstützung.

Die technischen Indikatoren haben sich spürbar verschlechtert. Solana notiert unterhalb seines Supertrend-Indikators, der aktuell bei rund 114 Dollar liegt, sodass der langfristige Trend klar bärisch bleibt. Auch handelt der Kurs deutlich unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten, die 2025 zuvor als Unterstützung gedient hatten.

Die Momentum-Indikatoren bieten wenig Anlass zur Hoffnung. Der wöchentliche MACD verharrt unter der Nulllinie, während sowohl MACD- als auch Signallinie trotz leicht nachlassender bärischer Histogrammstärke weiter abwärts tendieren. Solange sich diese Indikatoren nicht drehen, behalten die Verkäufer die Kontrolle über den übergeordneten Trend.

Ein Blick auf die Liquidationsdaten zeigt, worauf sich die Aufmerksamkeit der Trader als Nächstes richtet. Die Liquidations-Heatmap von CoinGlass für eine Woche weist eine starke Konzentration gehebelter Positionen zwischen 82 und 84 Dollar aus. Diese Zone könnte bei einer Erholungsbewegung als Magnet wirken, stellt nach dem jüngsten Bruch jedoch zugleich einen erheblichen Widerstand dar.

Der Analyst Jack Adams argumentierte, dass Solana sein endgültiges Tief womöglich noch nicht erreicht habe. Er rechne mit einem erneuten Test der Spanne zwischen 67 und 58 Dollar, bevor eine Erholung in Richtung 120 bis 175 Dollar im Jahresverlauf einsetzen könne. Frühere monatliche Ablehnungszonen deuteten darauf hin, dass sich der aktuelle Rückgang einem Bereich nähere, in dem langfristig orientierte Käufer mit dem Aufbau von Positionen beginnen könnten.

Abwärtsrisiken bleiben unter den Schlüsselmarken erhöht

Hält die Unterstützung bei 66 Dollar nicht, droht Solana weiteres Abwärtspotenzial. Ein entschiedener Bruch würde bis in den oberen 50-Dollar-Bereich kaum historische Unterstützung hinterlassen – eine Zone, die mehrere Markttechniker als Kaufbereich markieren und die in etwa dem rechnerischen Kursziel aus dem jüngsten Range-Bruch entspricht.

Zugleich beobachten Trader weiterhin die ETF-Flüsse und die Positionierung am Derivatemarkt auf Anzeichen einer Stabilisierung. Anhaltende Mittelabflüsse oder eine weitere Welle von Long-Liquidationen könnten die Abwärtsdynamik beschleunigen – insbesondere, falls Bitcoin seinen Rückgang unter nahegelegene Unterstützungen ausweitet.

Eine nachhaltige Erholung würde voraussichtlich erfordern, dass Solana die frühere Unterstützungszone bei 76,60 Dollar zurückerobert und eine Bewegung zurück in Richtung des Liquiditätsclusters bei 82 bis 84 Dollar erzwingt. Bis dahin bleibt die technische Struktur bärisch – der Kurs verharrt auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahr, und die Verkäufer behalten die Oberhand.

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Kursbewegungen können stark schwanken und durch Marktstimmung, regulatorische Entwicklungen sowie makroökonomische Faktoren beeinflusst werden. Anleger sollten eigene Recherchen anstellen und im Zweifel fachkundigen Rat einholen.

⚠️ Risikohinweis

Die Inhalte auf online24.de stellen keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind hochriskante Anlagen. Bitte führe immer deine eigene Recherche durch (DYOR).

Michael Müller

Michael Müller ist seit vielen Jahren in der Welt der Kryptowährungen und Finanzmärkte zu Hause. Als ausgewiesener Krypto-Experte verbindet er tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung im Trading von digitalen Assets, Devisen und klassischen Anlageklassen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Markttrends, regulatorischen Entwicklungen und technologischen Innovationen, die den Kryptomarkt nachhaltig prägen. Bei Online24.de liefert Michael Müller fundierte Artikel, praxisnahe Analysen und verständlich aufbereitete Ratgeber, die Einsteiger wie auch erfahrene Trader ansprechen. Dabei legt er besonderen Wert auf Transparenz, Risikoabwägung und realistische Strategien, um Lesern einen echten Mehrwert für ihre Investitionsentscheidungen zu bieten. Seine Beiträge zeichnen sich durch eine klare Sprache und praxisorientierte Beispiele aus. Mit seinem Know-how sorgt Michael Müller dafür, dass unsere Leser die Chancen und Risiken von Bitcoin, Ethereum, DeFi & Co. einschätzen können – und so im dynamischen Markt stets den Überblick behalten.

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